Ursprünglich wurde die Kreditkarte entwickelt, damit der Karten Inhaber auch ohne Bargeld Waren oder Leistungen vor Ort bezahlen konnte. Mit dem Internet hat sich unsere Gesellschaft wirtschaftlich eine Stufe höher entwickelt, jetzt können Produkte weltweit in Sekundenbruchteilen mit einer Kreditkarte online bezahlt werden. Moderne Infrastrukturen und Standards erlauben einen weitestgehend sicheren Zahlungsverkehr.
Durch Massenanwendungen und die Entwicklung geeigneter Software wurden die Kosten für eine Zahlungstransaktion gesenkt. Diese Kostenersparnis geben viele Banken durch die Ausgabe kostenloser Kreditkarten an ihre Kunden weiter.
Doch die online Abwicklung der Kreditkarten Zahlung ist anspruchsvoll: Genau wie bei einem Gespräch mit einem Handy stehen auch hinter dem Bezahlvorgang mit einer Kreditkarte technisch komplexe Abläufe. Eingebunden sind dabei mehrere Stellen, von der Akzeptanzstelle über den Aqcuirer, Issuer und das Kreditkartenunternehmen selbst, das am Ende der Vorgänge letztlich Lizenzgebühren kassiert..
Die Akzeptanzstelle, das ist die Stelle, die die Kreditkarte als Zahlungsmittel akzeptiert, also der Händler, Internetshop etc., hat einen Vertrag mit dem jeweiligen Kreditkarten Unternehmen, oder der kartenausgebenden Bank geschlossen und muss für die Nutzung für jeden Zahlvorgang einen festgelegten Prozentbetrag der Zahlungssumme als Provision zahlen. Diese Provision wird als Interbankenentgelt bezeichnet. Für den Kreditkarten Inhaber ist der Einkauf damit zahlungstechnisch gebührenfrei, egal ob mit der Kreditkarte online bezahlt wurde, oder die Zahlung an einer Kasse über ein Kartenterminal erfolgte. Es ist aber anzunehmen, dass der Handel die ihm entstehenden Unkosten durch die Kreditkartenzahlung bereits bei der Preisbildung berücksichtigt.
Selbst die Banken, die eine gratis Kreditkarte online ausgeben, verdienen neben dem Interbankenentgelt direkt an den Zahlungsvorgängen im Ausland. Beim Kreditkarteneinsatz im Ausland fallen oft Umrechnungsprovisionen für die bezogene ausländische Währung an. Dazu wird oft ein so genanntes Auslandsentgelt von 2% - 4% für jede Zahlungstransaktion im außereuropäischen Ausland erhoben.
Es gibt aber auch unseriöse Praktiken, an Gebühren bei Kreditkarten zu verdienen, wie mit den Revolving Kreditkarten gibt es weitere Möglichkeiten
Und letztlich verdienen die Banken an den Sollzinsen auf Minusguthaben des Kreditkartenkontos. Kreditkarten Besitzer erhalten von der Bank, die die Karte führt ein Zahlungsziel. Bis zu diesem Zahlungsziel fallen zwar keine Zinsen an, wenn mit der Kreditkarte bezahlt wurde. Der Karteninhaber kann innerhalb dieser Zahlungsfrist den Betrag auf dem Konto oder einen Teilbetrag glattstellen, indem entsprechend Geld auf das Kreditkartenkonto überwiesen wird. Für den über diesen Termin verbleibendes negatives Guthaben werden relativ hohe Zinsen fällig, die mehrere Prozent über den gängigen Dispozinsen liegen. 17% Kreditkarten Sollzinsen ist ein üblicher Zinssatz. Größe.
Für den Verbraucher bleibt bei Einkäufen in Deutschland als Fazit: egal ob er physisch mit der Karte bezahlt, oder im Internet mit der Kreditkarte online Waren erwirbt, für den reinen Zahlungsvorgang übernimmt die Akzeptanzstelle die Gebühren.
Quelle: kostenlos.com